Allem Anfang wohnt eine Irritation inne.
Mein erster LinkedIn-Post mit meiner neuen Positionierung. Ich war nervös, aber auch klar: "Ich begleite Männer in Führungspositionen durch Übergangsphasen - vor allem am Ende ihrer Berufslaufbahn."
Die Reaktionen kamen schnell. Kommentare. Nachrichten. Die meisten von Frauen.
"Warum nur Männer? Warum verwehrst du Frauen dein Coaching?"
"Interessant, dass du dir ausgerechnet DIESE Zielgruppe aussuchst."
"Wäre es nicht wichtiger, Frauen zu stärken?"
Ich saß vor meinem Laptop und dachte: Moment mal. Wir reden ständig über Gleichberechtigung, über neue Wege, über das Aufbrechen alter Strukturen. Aber wenn ich als junge Frau Mitte 30 sage, dass ich mit Männern arbeite, die zwanzig Jahre älter sind als ich - dann ist das... verdächtig? Falsch? Verrat?
Genau in diesem Moment wurde mir klar: Wir stecken fest. Alle zusammen.